Forum (Archiv)

Iritis bei Crohn

03.10.2012

03.10.2012, 13:36 - Minimonster
Liebe Forengemeinde,

trotz intensiver Medikation hat sich bei mir eine Entzündung der Regenbogenhaut in beiden Augen manifestiert. Es wurden sämtliche Untersuchungen durchgeführt und als Ursache bleibt nur Crohn übrig.

MC wird mit - inzwischen wöchentlicher Gabe - von Humira und 150 mg Azathioprin tgl ( Zytrim ) behandelt. Ich wiege 55 kg bei 169 cm, demnach ist die Aza Dosierung richtig und eine Erhöhung wirkt sich nicht bessernd auf die Augen aus.

Cortisonhaltige Augentropfen helfen nicht ausreichend, die Iritis bessert sich aber mit systemischer Cortison Gabe ( Prednisolon )

Eine Dauermedikation mit systemischem Cortison kommt aus mehreren Gründen ( dreifache Immunsuppression, bereits bestehende Osteoporose ) nicht in Frage.

Frage: Wer kann mir sachdienliche Tipps oder Erfahrungen zur Iritis nennen? Das ist nämlich schmerzhaft, lästig und die Sehkraft wird auf Dauer auch nicht gerade besser.

Herzliche Grüße

Minimonster

03.10.2012, 18:24 - Uwe-7
Hallo Minimonster,

ich kenne eine Iritis auch aus eigenem Erleben; ja es ist lästig und schmerzhaft. Meine Augenärztin sagte mir damals, dass noch etwas Wichtigeres gibt, als cortisonhaltige Augentropfen: Augentropfen, die die Pupille weit stellen (Mydriatikum).

Damit ist man dann zwar extrem blendempfindlich und lesen ist auch schlecht möglich es sei denn, Du hast von vorn herein eine Lesebrille, die man ja so ab Mitte – Ende 40 ohnehin kriegt. Aber nur mit diesen Tropfen hat die Iris wirklich die Chance, sich zu erholen. Ich empfand diese Tropfen, obwohl die Anpassung des Auges an Licht und Entfernung weitgehend außer Funktion gesetzt wird, als sehr angenehm, der von mir damals empfundene Druck lies spürbar nach. Selbstredend: Autofahren ist nicht drin!

Hier kannst Du dazu auch nochmal etwas nachlesen:

Regenbogenhautentzündung (Iritis)

Dort steht unter anderem der Satz:

Damit als mögliche bleibende Folge der Entzündung keine Verklebungen zwischen Iris und Linse auftreten und die Sehfunktion nicht dauerhaft beeinträchtigt wird, gibt man zusätzlich Tropfen, die die Pupille erweitern (Mydriatikum).



Also ich würde den Augendoc danach mal gezielt befragen.

LG Uwe

03.10.2012, 23:47 - Minimonster
Hallo Uwe,

vielen Dank für Deinen Tipp!

Dieses Mittel hat mir tatsächlich noch nie ein Augenarzt angeboten. Drei Augenärzte konnten jeweils nur eine Bindehautentzündung feststellen, trotz Abwehrtrias.

Augenarzt Nr. 4, der es vor einigen Jahren endlich feststellte, gab mir nur die cortisonhaltigen Tropfen, und veranlasste allerlei Untersuchungen ( nach Yersinien z. B. )... Alles negativ. Zuerst besserte es sich auch immer wieder, nun kommen diese Beschwerden in immer engeren Zeiträumen und die momentane Entzündung will sich kaum bessern.

Gleich morgen früh werde ich nach diesen Tropfen fragen; Du hast mir sehr geholfen.

Dankbare Grüße

Minimonster

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