Masterarbeit: Interviewstudie "Morbus Crohn & Ernährung" (Umkreis Berlin)

Sehr geehrte Leser,  sehr geehrte Leserinnen,
mein Name ist Christine Becker, ich schreibe gerade meine Masterarbeit in Sozial- und Gesundheitsmanagement an der evangelischen Hochschule Berlin. Für meine Arbeit führe ich Interviews mit Patienten und Patientinnen durch.

Schwerpunkt meiner Arbeit 

Die Erforschung der Erwartungen an eine ambulante Ernährungsberatung zur Behandlung von Morbus Crohn aus Sichtweise der Patient*Innen im akuten Schub und in Remission.

Wie wird die Studie umgesetzt?

Die Interviews dauern ca. 30 bis 60 Minuten und können auch am Telefon erfolgen. Die Interviews werden für die weitere Verarbeitung aufgezeichnet. Im Anschluss werden die Interviews anhand der Tonspur verschriftlicht und im Zuge dessen anonymisiert, wodurch kein Rückschluss auf die Personen mehr möglich ist. Nur die schriftliche Version dient der weiteren Analyse. In dem Interview geht es ausschließlich um die persönliche Wahrnehmung. Es gibt also keine richtigen oder falschen Antworten. 

Wer kann an der Studie teilnehmen?

Ich suche nach Patient*Innen:

  • mit einem diagnostizierten Morbus Crohn,
  • deren Erstdiagnose mindestens zwei Jahre zurück liegt und 
  • die das 18. Lebensjahr bereits vollendet haben.

Datenschutz

Jedem*jeder Interviewpartner*in wird die Information zur Verarbeitung personenbezogener Daten zur Unterschrift vorgelegt. Mein Vorgehen beschreibe ich außerdem mündlich. Jede*r Interviewpartner*in erhält eine eigene ID, diese kann ausschließlich ich mit der echten Person und deren Daten in Verbindung bringen. Ich fertige von allen Interviews jeweils ein Transkript an, in welche ich alle Daten anonymisiere und pseudonymisiere, das heißt,  auch Namen von Ärzt*innen und dritten Personen generell und von Ort, die Rückschlüsse auf die Personen zulassen.  Die Transkripte werden Teil meines Anhangs. An der Evangelischen Hochschule Berlin ist die Speicherung aller Daten für 10 Jahre vorgesehen. Daran halte ich mich zunächst, es sei denn Sie sehen eine Löschung der Tonspuren nach Beendigung der Arbeit für angemessen. Dann möchte ich mich gerne daran halten und werde das auch so vermerken. 

Hintergrund

Die Rolle der Ernährung bei einer CED wird in der Fachwelt noch viel diskutiert, bekannt ist aber, dass das Risiko einer Mangelernährung hoch ist und bei einer vorliegenden Mangelernährung sich die Prognose der Grunderkrankung verschlechtert. Bei Patient*Innen mit einem Morbus Crohn zeigte sich eine Tendenz Lebensmittel zu meiden, wodurch diese einem größeren Risiko für den Mangel an Mikronährstoffen ausgesetzt sind.

In den S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Morbus Crohn der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheit wird die Wichtigkeit der Erhebung des Ernährungsstatus hervorgehoben und es wird zu einer Ernährungsberatung und einer individualisierten Ernährungstherapie geraten. Da es keinen signifikanten Effekt auf den Verlauf der Erkrankung bei der Einhaltung einer Exklusionsdiät, daher dem Verzicht auf ein oder mehrere Nahrungsmittel, gibt lautet die Empfehlung eine ausgewogene Ernährung mit möglichst ausreichend Obst und Gemüse einzuhalten. 

Da die Ernährung aus Sicht der Patient*Innen einen maßgeblichen Einfluss auf die Symptome und Aktivität einer CED hat, ist eine qualifizierte Ernährungsberatung sinnvoll und wird von 80 % der Patient*Innen als wichtig eingestuft (Wong et al. 2012: 528). Allerdings hatte nahezu die Hälfte der Patient*Innen bisher keine Ernährungsempfehlungen erhalten und 67 % wünschen sich weitere Beratung, wobei die bevorzugten Quellen Ernährungsberater, spezialisierte Krankenschwestern und Gastroenterologen sind. 

Die Zielsetzung dieser Arbeit ist die Verbesserung der Versorgung von Morbus Crohn Patient*Innen. Auf Grundlage der Empfehlung, Betroffene bei der Entwicklung neuer Dienstleistungen und der Verbesserung etablierter Versorgungsstrukturen einzubeziehen, ist die Erforschung der Sichtweise von Patient*Innen zentrales Thema dieser Arbeit (Rines et al. 2022: 1486). Im Fokus liegt die Ernährungsberatung zu Beginn und im Verlauf der Erkrankung. Die Forschung soll ergeben, welche Bedürfnisse und Erwartungen Patient*Innen an eine Ernährungsberatung bzw.
Ernährungstherapie haben.

Kontakt:
christine-alice-becker[at]web.de

Ich freue mich sehr über Rückmeldungen.
Christine Becker
 
 

 


 
 

 


Erstellt: 16.05.2023 Letzte Änderung: 16.05.2023

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