Diagnosestellung

Die Diagnosestellung einer primär sklerosierenden Cholangitis erfolgt mittels der endoskopischen Kontrastmittelfüllung des Gallenwegssystems: ERCP = Endoskopische Retrograde Cholangio- Pankreatikographie. Die Kontrastdarstellung zeigt die narbigen Einengungen der Gallenwege und ist für die Erkrankung beweisend. Die Durchführung der ERCP kann ähnlich wie eine Magenspiegelung mit kurzer Betäubung auch ambulant durchgeführt werden.

Wenn aufgrund der klinischen Symptome und erhöhter Leberwerte der Verdacht auf das Vorliegen einer primär sklerosierenden Cholangitis besteht, sollte mit der Durchführung der endoskopischen Untersuchung nicht gezögert werden. Die ERCP stellt noch immer den "Goldstandard" in der Diagnostik der PSC dar und kann durch nicht invasive Untersuchungstechniken wir MRCP (Kernspinuntersuchung) nicht ersetzt werden.

Nur die frühzeitige Diagnosestellung ermöglicht den frühen Einsatz der Behandlung. Eine Leberbiopsie ist für die Diagnosestellung nicht erforderlich, ermöglicht jedoch eine Stadieneinteilung. Je nach histologischem Ausmaß von Leberzellverlust, Bindegewebsbildung und Umbau der Leberarchitektur können histologisch vier Erkrankungsstadien bis hin zur Leberzirrhose unterteilt werden.

Die Vernarbung der Gallenwege kann im Laufe der Jahre zunehmen mit den Folgen der Leberzellschädigung durch chronischen Gallestau, Bindegewebseinlagerung (Fibrose) und Entwicklung einer Leberzirrhose. Die derzeitigen Kenntnisse über den zeitlichen Verlauf der Erkrankung sind ungenügend, da in früheren Jahren die Diagnose einer primär sklerosierenden Cholangitis erst im fortgeschrittenen Stadium mit sichtbarer Gelbsucht gestellt wurde.

Die Prognose der primär sklerosierenden Cholangitis ist heute infolge Frühdiagnose und den Möglichkeiten einer konsequenten Therapie sehr viel besser als früher angenommen. Patienten mit primär sklerosierender Cholangitis haben ein erhöhtes Risiko, ein Gallengangskarzinom zu entwickeln. Deshalb ist eine engmaschige ärztliche Kontrolle mit klinischer Untersuchung, Labortests einschließlich CA-19/9 Marker, Ultraschall und eventuell CT/Kernspin oder ERCP mit Histologie /Aspirationscytologie erforderlich.

Beratung

in der Bundesgeschäftsstelle, Telefon 030 2000392 - 11.

Was wir tun können in unserer Beratung:

  • zuhören und Orientierungshilfen geben,
  • Informationen zu angebotenen Materialien geben,
  • über Verfahren in der Diagnostik und Therapie informieren,
  • im Umgang mit Problemen und Belastungen unterstützen, die sich durch die Erkrankung ergeben (z.B. familiäre, partnerschaftliche, körperliche und seelische Beeinträchtigungen),
  • Kontaktmöglichkeiten zum Austausch mit Betroffenen nennen, sowie
  • gemeinsam nächste Schritte finden.

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