Morbus Crohn

Beim Morbus Crohn (Morbus = Krankheit, Crohn nach Burrill B. Crohn, er veröffentlichte die erste wissenschaftliche Beschreibung dieses Krankheitsbildes) handelt es sich um eine chronische (d.h. in der Regel lebensbegleitende), aber schubweise verlaufende Erkrankung. Die geschwürige Entzündung kann im Unterschied zur Colitis ulcerosa den gesamten Verdauungstrakt – von der Mundhöhle bis zum After – betreffen. Am häufigsten tritt der Morbus Crohn im Bereich des „terminalen Ileums“, also des Übergangs vom Dünndarm in den Dickdarm auf.
Zwei weitere Unterschiede zur Colitis ulcerosa sind typisch für den Morbus Crohn: Die Erkrankung breitet sich nicht kontinuierlich aus, sondern sie kann mehrere, nicht zusammenhängende Stellen des Verdauungstraktes befallen. Und außerdem erfasst sie nicht nur die oberste Schleimhautschicht, sondern sie kann alle Schichten der Darmwand betreffen.

In diesem Video erklärt Prof. Dr. Britta Siegmund, Berlin, was Morbus Crohn ist.


Beschwerden

Typische Beschwerden sind hier vor allem Durchfälle, Bauchschmerzen, Fieber, Gewichtsverlust und Stenosen (Darmverengungen) und Fisteln (entzündliche Gangbildungen), zumeist im Bereich des Afters. Außerdem kann es zu Krankheitsfolgen außerhalb des Darms, sogenannten „extraintestinalen Manifestationen“ kommen: z.B. zu Entzündungen der Augen, der Haut oder der Gelenke.

Verlauf

Die Krankheit verläuft nicht nur in Schüben, denen symptomfreie Phasen (Remission) folgen, auch die Stärke der Krankheitsaktivität ist höchst unterschiedlich. Bei vielen Betroffenen wechseln sich Schübe mit langen Remissionsphasen ab, bei anderen tritt die Erkrankung leider heftiger und mit häufigeren Entzündungsschüben und Stenosen oder Fisteln auf.

Erstellt: 19.05.2014 Letzte Änderung: 06.01.2017

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