Wie können sich Menschen vor einer Ansteckung schützen?

Wie bei anderen Erkältungskrankheiten und der Grippeinfektion („Influenza A“) auch, reduziert regelmäßiges Händewaschen das Erkrankungsrisiko deutlich. Hierfür sollten die Hände mindestens 20 Sekunden lang gründlich unter fließendem Wasser und mit viel Seife gewaschen und gründlich abtrocknet werden. In öffentlichen Toiletten sollte dann zum Öffnen und Schließen der Türen bzw. des Wasserhahns möglichst ein Einweghandtuch oder der Ellenbogen verwendet werden.

Auch hilft in Menschengruppen das Einhalten der sogenannten „Husten- oder Nies-Regeln“: Beim Husten oder Niesen sollte mindestens ein Meter Abstand von anderen Personen eingehalten werden; dabei hustet oder niest man am besten in ein Einwegtaschentuch oder in die Armbeuge. Das Niesen und Husten in die Hand muss vermieden werden, weil die Erreger in der Hand überleben und durch Hand-zu-Hand-Kontakte verteilt werden können.

Da Erreger an Oberflächen haften können, sollte man versuchen, sich in öffentlichen Räumen nicht ins Gesicht zu fassen. Wer Oberflächen mit den Händen berührt und sich oder anderen danach ins Gesicht fasst, kann die Erreger in die Schleimhäute (Mund, Nase, Augen) bringen und sich dadurch anstecken.

Das Händeschütteln oder die Umarmung zur Begrüßung gehört in unseren Breiten zwar zum guten Ton, trägt jedoch ebenfalls zur Verbreitung von Viruserkrankungen bei.  
Das Robert-Koch-Institut (RKI) beschreibt, „dass der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 die Aufnahme über die Atemwege ist. Durch Mund und Nase werden  virushaltige Flüssigkeitspartikel eingeatmet, die beim Atmen, Husten, Sprechen und Niesen entstehen. Je nach Partikelgröße unterscheidet man zwischen Tröpfchen (größer als 5 µm) und Aerosolen (feinste luftgetragene Flüssigkeitspartikel und Tröpfchenkerne, kleiner als 5 µm), wobei der Übergang zwischen beiden Formen fließend ist.“ Da sie so klein sind, halten sich besonders die Aoerosole lange in der Luft und verteilen sich auch dort über weite Strecken. Der längere Aufenthalt in kleinen, schlecht oder nicht belüfteten Räumen kann die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch Virus durch Aerosole auch über eine größere Distanz als 2 m erhöhen. Häufiges Lüften mit einem guten Austausch der Luft in den Räumen kann die Konzentration der Aerosole verringern. Im Freien verteilen sich die kleinsten luftgetragenen Flüssigkeitspartikel besser, gleichzeitig verringert sich dabei auch ihre Konzentration sehr viel stärker. Deshalb sagt das RKI, das bei gleichzeitiger Wahrung des Mindestabstandes die Übertragungswahrscheinlichkeit im Außenbereich aufgrund der Luftbewegung sehr gering ist.

Um das Risiko der Ansteckung möglichst klein zu halten, sollte die Teilnahme an Versammlungen mit vielen Menschen - wenn möglich- vermieden werden. Das trägt auch dazu bei, dass sich die Viren langsamer ausbreiten.

Das Tragen eines Mund- und Nasenschutz reduziert das Ansteckungsrisiko für andere Menschen, da dadurch die weitere Verbreitung von Tröpfchen und auch der Aoerosole vermindert oder (je nach Art der Maske) sogar verhindert wird.

Um die Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen, gilt inzwischen die allgemeine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, hauptsächlich in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Ladengeschäften und überall in Innenräumen, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Dabei gilt es zu beachten, „dass es Personen gibt, die aufgrund von Vorerkrankungen den höheren Atemwiderstand beim Tragen von Masken nicht tolerieren können“ (RKI, Epidemiologisches Bulletin 19/2020, S. 4, https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/19_20.pdf?__blob=publicationFile), z. B. bei schweren Herz- oder Lungenerkrankungen. Personen ohne Maske sollten also nicht von vornherein verurteilt werden. Sprechen Sie die Person an und fragen Sie sie – natürlich mit dem nötigen Abstand – nach dem Grund. Die Regelungen zur „Maskenpflicht“ sowie zu deren Ausnahmen ist dabei nicht einheitlich, sondern hängt vom jeweiligen Bundesland ab.

Weitere Informationen des Robert-Koch-Institutes dazu finden Sie hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText1

Bitte beachten Sie auch das Plakat Allgemeine Hygieneregeln der BZgA.

Quelle:

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