Was kann man zum Verlauf von Infektionen mit dem neuen Coronavirus „Sars-CoV-2“ bei Kindern mit CED sagen?

(Aktualisiert am 22. Oktober 2020)

Nach aktuellem Kenntnisstand stecken sich sonst gesunde Kinder und Jugendliche genauso oft mit dem neuen Coronavirus „Sars-CoV-2“ an wie Erwachsene. Die Infektionen scheinen jedoch milder zu verlaufen als bei Erwachsenen (zum Beispiel sind bei Kindern und Jugendlichen bislang nur wenige Fälle mit intensivmedizinischer Behandlung bekannt).

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es kaum Daten dazu, wie eine Infektion  mit dem neuen Coronavirus bei Kindern mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung verläuft.

Weiterhin liegen nur wenige Daten dazu vor, wie eine Infektion bei Kindern unter immunsupprimierender Therapie (z. B. Kortison, Azathioprin, Biologika) verläuft. Aus Ländern mit hohen Infektionszahlen sind bisher (17.04.20) nur wenige infizierte Kinder und Jugendliche gemeldet, die eine chronische Erkrankung von Darm und Leber haben und eine immunsuppressive Therapie (z.B. Azathioprin, Methotrexat, Cortison, Infliximab, Adalimumab) erhalten. Alle diese Kinder hatten leichte Symptome und konnten zu Hause bleiben.

Die Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (GPGE) geht auf Basis des aktuellen Informationsstands davon aus, dass Kinder und Jugendliche unter Immunsuppression grundsätzlich kein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Coronavirus-Infektion haben.

Aussagen, wie im Einzelfall eine Infektion mit Sars-CoV-2 verläuft oder wie hoch das Risiko einer schweren Infektion ist, können nicht gemacht werden. Es gibt weitere Faktoren, die das Risiko eines schweren Verlaufs erhöhen können. Diese sind neben der Einnahme immunsupprimierender Medikamente auch ein akuter Schub und weitere chronische Erkrankungen (zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma (Informationen des RKI für Personen mit höherem Risiko für einen schweren Verlauf).

Weitere Informationen und Quelle:

Prof. Dr. J. Däbritz, Prof. Dr. S. Koletzko, Prof. Dr. Carsten Posovszky, in Zusammenarbeit mit: PD Dr. Rüdiger Adam, Dr. Stefan Buderus, Dr. Martin Classen, Dr. Alexander Fichtner, Univ.-Prof. Dr. Almuthe Hauer, Dr. Andreas Krahl, PD Dr. Jan de Laffolie, PD Dr. Elke Lainka, Dr. Benjamin Schiller : Coronavirus SARS-CoV-2 (COVID-19) -– Empfehlungen bei Immunsuppression im Rahmen von Magen-Darm-Erkrankungen und Lebererkrankungen im Kindes- und Jugendalter, 21.10.2020

Beratung

  • Tafel mit den Worten Beratung und anderen
  • in der Bundesgeschäftsstelle, Telefon 030 2000392 - 11.

    Was wir tun können in unserer Beratung:

    • zuhören und Orientierungshilfen geben,
    • Informationen zu angebotenen Materialien geben,
    • über Verfahren in der Diagnostik und Therapie informieren,
    • im Umgang mit Problemen und Belastungen unterstützen, die sich durch die Erkrankung ergeben (z.B. familiäre, partnerschaftliche, körperliche und seelische Beeinträchtigungen),
    • Kontaktmöglichkeiten zum Austausch mit Betroffenen nennen, sowie
    • gemeinsam nächste Schritte finden.

    Die aktuellen Beratungstermine finden Sie hier.

    ×

    Schreiben Sie uns:

    ×

    400.000 Betroffene in Deutschland brauchen Ihre Hilfe! Helfen Sie mit einer Spende, einer Zustiftung, einer Mitgliedschaft oder Ihrem eigenen Engagement!

    Die DCCV ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind somit steuerlich absetzbar.

  • ×

    Ihre SHG-Kontaktanfrage.

    * = Pflichtfeld

    ×