Gehören PSC-Betroffene zu einer Risikogruppe nach Ansteckung mit dem Coronavirus?

Derzeit wird die Frage, ob aufgrund einer chronischen Lebererkrankung – nach einer Ansteckung mit dem neuen Corona-Virus SARS-CoV2 – ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlaufs besteht, von Expert*innen diskutiert und unterschiedlich bewertet.

So nennen sowohl die Bundesregierung [1] als auch das Robert-Koch-Institut (RKI) [2] „chronische Lebererkrankungen“ allgemein als Risikofaktor für die Entwicklung schwerer Krankheitsverläufe bei Infektion mit SARS-CoV-2. Aussagen über spezifische Erkrankungen unter dieser Oberkategorie, wie beispielsweise PSC, werden jedoch nicht getroffen. 

Die Deutsche Leberhilfe e. V. geht – in Abstimmung unter anderem mit unserem DCCV-Beiratsmitglied Prof. Christoph Schramm von der Medizinischen Klinik und Poliklinik (Gastroenterologie mit Sektionen Infektiologie und Tropenmedizin) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und dem Zentrum für Seltene Erkrankungen – von einer aktuell noch unklaren Lage hinsichtlich der Risikoeinschätzung für chronische Lebererkrankungen aus.

Beobachtungen aus China, Italien und vom UKE zeigen „bei Leberkranken bislang nicht häufiger schwere Lungenerkrankungen durch Covid-19 […] als in der Allgemeinbevölkerung. …“[3] Die Leberhilfe aktualisiert regelmäßig ihre Internetseite und stellt die neuesten Erkenntnisse und Empfehlungen aus der Forschung speziell für Menschen mit  Lebererkrankungen zur Verfügung – natürlich auch im Zusammenhang mit Corona.

Eine klare und sichere Einschätzung in Bezug auf PSC & COVID-19 ist also zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

 

Quellen:

[1] www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/coronavirus-risikogruppen-1730820

[2] www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText2

[3] www.leberhilfe.org/coronavirus

 

 

 

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