Wo erfahre ich etwas über die Sicherheit und Nebenwirkungen der COVID-19 Impfstoffe?

(Stand 01.03.2021)

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sammelt alle Berichte von Sicherheitssignalen und Verdachtsfällen von Nebenwirkungen der COVID-19-Impfungen und veröffentlicht diese in regelmäßigen Abständen in Sicherheitsberichten:

Bei Impfungen treten auch immer wieder Wirkungen auf, die nicht so angenehm sind. Viele dieser Impfreaktionen sind aber schnell wieder abgeklungen und spiegeln die Reaktion des Immunsystems auf den Impfstoff wider – das ist im Prinzip die Wirkung, die der Impfstoff auslösen soll. Das Immunsystem arbeitet gegen die Erreger. Das heißt, im Fall der drei momentan für SARS-CoV-2 zugelassenen Impfstoffe arbeitet es gegen das kleine Hüllenprotein des Virus: das Spikeprotein.

Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl mit Müdigkeit sind die Nebenwirkungen der Impfungen, die am häufigsten gemeldet wurden: Auch Druckempfindlichkeit, Jucken sowie Schmerzen an der Einstichstelle sind nach der Impfung aufgetreten. Bisher besteht der überwiegende Teil  der vorliegenden Meldungen zu Nebenwirkungen bei den drei Impfstoffen aus den oben beschriebenen kurzfristigen vorübergehenden Impfreaktionen.

In sehr vereinzelten Fällen gab es auch anaphylaktische Reaktionen. Das sind starke allergische Reaktionen, die zeitnah zur Impfung auftreten. Allerdings traten diese bei Menschen auf, die schwere Allergiker*innen sind. Wenn bei Ihnen bekannt ist, dass Sie auf andere Impfstoffe schon in dieser Art und Weise reagiert haben oder Sie andere schwere Allergien haben, sprechen Sie auf jeden Fall vor Ihrem Impftermin mit Ihrer*Ihrem Ärztin*Arzt. Wenn in seltenen Fällen eine solche Reaktion auftritt und sofort behandelt wird, ist diese nicht lebensbedrohlich.

Das Paul-Ehrlich-Institut schreibt in seinem „Sicherheitsbericht“ vom 18.02.2021 dazu, dass diese seltenen allergischen Reaktionen vor allem bei den mRNA-Impfstoffen aufgetreten sind. Wahrscheinlich sind sie eine Reaktion auf die Fettschicht (Lipidnanopartikel), in die die mRNA eingebettet sind. Bei dem AstraZeneca-Impfstoff, der ein Vektorimpfstoff ist, erwartet das PEI aufgrund der anderen Zusammensetzung diese Reaktion nicht.

Um die Sicherheit der Geimpften zu gewährleisten, soll aus diesem Grund auch eine Nachbeobachtungszeit im Impfzentrum oder bei den mobilen Impfteams nach Verabreichung der Impfung eingehalten werden. Falls es zu einer anaphylaktischen Reaktion kommen sollte, kann dann sofort reagiert werden. Sollte eine solche Reaktion nach der ersten Impfung auftreten, dann sollte keine zweite Impfung mit demselben Impfstoff erfolgen. Sollte bei Ihnen diese seltene Unverträglichkeit auf den Impfstoff auftreten, gehen wir davon aus, dass Sie vom durchführenden Impfteam bzw. dem Impfzentrum erste Informationen erhalten. Andernfalls können Sie sich ggf. bei den entsprechenden Stellen in Ihrem Bundesland erkundigen, ob die Impfung mit einem anderen Impfstoff nötig oder möglich ist. Sollten sich hierzu neue Erkenntnis ergeben, ergänzen wir diese gerne umgehend hier.

Weiterführende Informationen und die gesamten Sicherheitsberichte des PEIs finden Sie hier: Sicherheit von COVID-19-Impfstoffen (Zugriff: 01.03.2021)

 

 


Erstellt: 02.03.2021 Letzte Änderung: 22.03.2021

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