Sollten sich Menschen mit CED jetzt gegen Grippe oder andere Erkrankungen impfen lassen?

(Aktualisiert am 26.03.2020)

Es ist zu betonen, dass das regelmäßige und vollständige Impfen gegen zahlreiche Infektionskrankheiten schützt.

Leider kann diese Frage in der aktuellen Situation nicht pauschal beantwortet werden, sondern muss individuell abgewogen werden.

Obwohl durch die gegenwärtigen Kontakt-und Ausgangsbeschränkungen aufgrund des Coronavirus auch die momentane Ansteckungsgefahr mit anderen Tröpfcheninfektionen (beispielsweise Influenza) geringer ist, sind aber Impfungen gegen diese weiterhin grundsätzlich sinnvoll, gerade für Menschen mit eingeschränktem Immunsystem. Sollten Sie eine Impfung in Erwägung ziehen, besprechen Sie am besten im Vorfeld telefonisch mit Ihrer*Ihrem behandelnden Ärzt*in, bestehende Möglichkeiten, um eventuelle Ansteckungsrisiken in der Praxis während der Impfung zu minimieren (zum Beispiel Hausbesuche, gesonderte Öffnungszeiten und ähnliches).

Die Grippeimpfung ist für CED-Patient*innen wichtig. Auch wenn diese nicht vor dem neuen Coronavirus schützt, ist ein Schutz vor der Grippe, die ebenfalls häufig in der kälteren Jahreszeit auftritt und eine schwere, die Atemwege betreffende Infektionskrankheit ist, sinnvoll. Bei der Grippeimpfung gibt es die Möglichkeit, sich mit einem Totimpfstoff impfen zulassen, was generell auch für Menschen möglich ist, die eine immunsuppressive Therapie erhalten. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie hier: www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/faq_ge

Auch eine Impfung gegen Pneumokokken wird empfohlen, die ebenfalls als Totimpfstoff verfügbar ist. Unter Pneumokokken werden verschiedene Bakterienarten zusammengefasst, die den Nasenrachenraum des Menschen besiedeln, aber bei einem Großteil der Menschen keine Symptome verursachen.
Allerdings können die Pneumokokken, wenn sie sich in bestimmten Bereichen des Körpers massiv vermehren, unter anderem Lungen- und Ohrenentzündungen, aber auch eine Gehirnhautentzündung (Meningitis) auslösen. Sie werden ebenfalls über Tröpfcheninfektion (Niesen und Husten, feuchtes Sprechen) weitergegeben. Mehr Informationen auf den Seiten des Robert-Koch-Institutes: Schutzimpfung gegen Pneumokokken

 

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