Gehöre ich als CED-Patient*in grundsätzlich zu einer Risikogruppe bei einer Infektion mit dem Coronavirus?

Allein die Diagnosechronisch entzündliche Darmerkrankung“ (CED) bedeutet nicht, dass die Abwehr von Virusinfekten durch das Immunsystem beeinträchtigt ist. Das Risiko, am Coronavirus (Sars-CoV-2)zu erkranken oder einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf zu haben, ist also nicht allein deshalb erhöht, weil man die Diagnose CED erhalten hat (Empfehlung 1.1. der S2k-Leitlinie).

Unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsreglen gibt es  deshalb keinen Grund, Ort mit einer höheren Anzahl an sozialen Kontakten (Arbeitsplatz, Supermarkt, Kita, Schule und ähnliches, zu meiden).Allein aufgrund der CED besteht kein erhöhtes Infektionsrisiko.

Bei der Frage des erhöhten Risikos ist es aber wichtig zu unterscheiden:

1) die Frage, ob man als Mensch mit CED ein höheres Risiko für eine INFEKTION (Ansteckung) mit Sars-CoV-2 hat

oder

2) die Frage, ob man als Mensch mit CED ein höheres Risiko für einen SCHWEREN VERLAUF bei einer COVID-19 Erkrankung hat

1) Haben Menschen mit CED ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit Sars-CoV-2?

Patient*innen mit einer CED und einer immunsuppressiven Therapie haben ein erhöhtes Risiko sich mit SARS-CoV-2 anstecken – dies sagt erst einmal nichts über die Schwere der Erkrankung und ihren Verlauf aus. Das Ansteckungsrisiko ist aber unterschiedlich hoch, je nachdem, mit welchem Wirkstoff sie behandelt werden.
Da ein erhöhtes Risiko für Menschen mit immunsuppressiver Therapie besteht, sollten Maßnahmen zum eigenen Schutz vor Ansteckung (LINKzu Frage oben) sorgfältig umgesetzt werden.  

Unabhängig von der immunsuppressiven Wirkung einer Therapie zählen die CED-Krankheitsaktivität (Aktiver Schub) und eine Mangelernährung zu den Risikofaktoren für eine Infektion mit Sars-Cov-2.

2) Haben Menschen mit CED ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19 Krankheitsverlauf?

Allein die Diagnose CED stellt noch keinen Risikofaktor für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung dar.

Eine aktuell vorhandene Krankheitsaktivität der CED (Schub) und Mangelernährung (Malnutration) sind Risikofaktoren für einen schwereren Verlauf einer COVID-19 Erkrankung. Deshalb ist es wichtig, dass Ihre CED möglichst gut eingestellt ist.
Das Risiko für einen schweren Verlauf kann auch durch bestimmte CED-Medikamente erhöht sein. Andere CED-Medikamente scheinen sogar vor einem schweren Verlauf zu schützen. Informationen zu den Empfehlungen für die medikamentösen Therapien bei CED bei einer COVID-19-Erkrankung finden Sie im in diesem Abschnitt.

Quelle: 

 

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