Für wen wird eine Booster-Impfung („Auffrischungsimpfung“/3. Impfung) im Herbst 2021 angeraten?

Stand 02.09.2021

Die Gesundheitsminister*innenkonferenz hat bereits Anfang August 2021 beschlossen, dass einigen Bevölkerungsgruppen ab Herbst 2021 eine Auffrischimpfung angeboten werden soll.  Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) schreibt daraufhin auf seinen Internetseiten dazu Folgendes:

Wem wird eine Auffrischimpfung angeboten?

Die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister der Länder haben im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Gesundheit entschieden, dass Personen, bei denen nach einer vollständigen Impfung möglicherweise keine ausreichende oder eine schnell nachlassende Immunantwort vorliegt, eine Auffrischimpfung angeboten wird. Zu diesen Personen gehören insbesondere Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen, sowie Personen mit einer Immunschwäche oder Immunsuppression sowie pflegebedürftige Menschen in ihrer eigenen Häuslichkeit und Menschen ab 80 Jahren. Auch Personen, die eine vollständige Impfserie mit einem Vektor-Impfstoff erhalten haben, wird im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge eine weitere Impfung angeboten. Die Auffrischimpfung wird mit einer einmaligen Impfstoffdosis mit einem der beiden mRNA-Impfstoffe (Comirnaty® von Biontech oder Spikevax® von Moderna) mindestens 6 Monate nach Abschluss der ersten Impfserie durchgeführt.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat bisher noch keine konkrete Empfehlung für eine Auffrischimpfung ausgesprochen. Am 01.09.2021 gab der STIKO-Chef Thomas Mertens jedoch bekannt, dass sich die STIKO mit der wissenschaftlichen Datenlage zu einer dritten COVID-19-Impfung beschäftigt und dann auch eine entsprechende Empfehlung abgeben wird. Laut Deutschem Ärzteblatt wollte man sich seitens der STIKO nicht auf ein genaues Datum festlegen, aber eine Entscheidung kann in den nächsten 2 bis 3 Wochen möglich sein.

Dritte Impfung auch für CED-Betroffene mit immunsuppressiver Therapie

Seit dem 01.09.2021 „sind Drittimpfungen von Pflegeheimbewohnern und Perso­nal sowie von besonders vulne­rablen Gruppen in vielen Bundesländern angelaufen.“ Diese Entscheidung wurde mit einem Update der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) des BMG vom 30. August 2021 untermauert. Laut der Aktualisierung werden keine konkreten Personengruppen benannt, die einen Anspruch auf die Auffrischimpfung haben. In der Verordnung ist ein grundsätzlicher Anspruch auf die Folge- und Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 für alle Personengruppen festgelegt, die auch einen Anspruch auf die Schutzimpfung haben  (§1).  Allerdings wird dieser Anspruch durch den Rahmen der Verfügbarkeit der Impfstoffe eingeschränkt. Den vollständigen Text der aktualisierten CoronaImpfV finden Sie hier:

https://www.bundesanzeiger.de/pub/publication/UOQwlJwXXb8WCuAjJ0P/content/UOQwlJwXXb8WCuAjJ0P/BAnz%20AT%2031.08.2021%20V1.pdf?inline, Zugriff: 02.09.2021

Wenn die STIKO der Aussage des BMG folgt, wären Menschen (mit CED) unter einer immunsupprimierenden Therapie in der Personengruppe eingeschlossen, die eine Boosterimpfung erhält.

Antikörper nicht allein entscheidend über Impfschutz

Hinzuweisen ist noch darauf, dass neben der Antikörperantwort auf die Impfung auch die Bildung spezifischer Immunzellen (zum  Beispiel T- Gedächtniszellen) eine wichtige Rolle spielt, um bei einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 die eindringenden Viren schnell unschädlich zu machen. So können die Viren vernichtet werden, bevor sie sich in den Körperzellen vermehren und damit Krankheitssymptome auslösen können. Die Bildung dieser Immunzellen  aufgrund der Impfung ist ebenfalls relevant, um einen Schutz vor dem Coronavirus aufzubauen. Der Schutz der Impfung hängt somit nicht allein von der Antikörperbildung des Immunsystems ab.

Quellen:


Erstellt: 02.09.2021 Letzte Änderung: 02.09.2021

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