Influenza

Trotz Grippeimpfung liegen viele mit Fieber und Gliederschmerzen im Bett. Verantwortlich dafür ist ein Virenstamm, gegen den die aktuelle Impfung nicht hilft.
Mehr zum Thema von Ingrid Karb in der FAZ vom 24.01.2018: hier...


(Humane) Influenza: Grippeschutzimpfung bei CED

Mit der 40. Kalenderwoche (KW) beginnt jeweils die neue Wintersaison und endet mit der 20. Kalenderwoche.

+++ Optimaler Impfzeitraum Oktober bis November +++

24.08.2017: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI für die Saison 2017/18 veröffentlicht

Für Deutschland veröffentlicht das Robert Koch-Institut während der Influenzasaison wöchentlich auf seinen Internetseiten einen Bericht unter http://influenza.rki.de/ und bei Bedarf aktuelle Situationseinschätzungen oder Veröffentlichungen im Epidemiologischen Bulletin.

Die STIKO, die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut, hat im Epidemiologischen Bulletin 34/2017 den neuen Impfkalender veröffentlicht.
Geringe Änderungen gibt es auch bei den Impfungen zur Influenza (S. 340, 346):

Influenza

Empfohlen wird die jährliche Impfung im Herbst mit einem inaktivierten Impfstoff mit aktueller, von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfohlener Antigenkombination als Standardimpfung aller Personen ab 60 Jahre sowie als Indikationsimpfung bei bestimmten Personengruppen [u.a. "Personen jeden Alters mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, wie z. B.: […] Personen mit angeborener oder erworbener Immundefizienz […] bzw. Immunsuppression"] (s. Tab. 2, S. 340). Die jährliche Impfung wird auch dann empfohlen, wenn die Antigenzusammensetzung des Impfstoffs gegenüber der vorhergehenden Saison unverändert ist. [Hervorhebungen durch die DCCV.]

Kinder und Jugendliche

Seit der Saison 2012/13 steht in Deutschland (neben den trivalenten (IIV3) und quadrivalenten inaktivierten Vakzinen (Impfstoffen) (IIV4) zur Injektion) für Kinder im Alter von 2 bis einschließlich 17 Jahre auch ein quadrivalenter "attenuierter" ("abgeschwächter") Influenza-Lebendimpfstoff (LAIV4) zur Verfügung, der als Nasenspray verabreicht wird. "Tri-" bzw. "quadrivalent" bedeutet dabei, dass der Impfstoff aus den Antigenen von drei bzw. vier weltweit zirkulierender Varianten der Influenza A- (2) bzw. B-Viren (1-2) besteht.

Laut Studien, die überwiegend bei Kindern unter 7 Jahren durchgeführt wurden, weist der Lebensimpfstoff im Vergleich zu Totimpfstoffen eine bessere Schutzwirkung vor einer laborbestätigten Influenza auf.

Darum empfiehlt die STIKO:

„Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis einschließlich 17 Jahren können mit inaktiviertem Impfstoff oder mit einem attenuierten Influenza-Lebendimpfstoff (LAIV) geimpft werden, sofern keine Kontraindikation besteht (s. Fachinformation)." Der bisher abschließende Satz: "Bei Kindern im Alter von 2 bis einschließlich 6 Jahren sollte LAIV bevorzugt angewendet werden." wird relativiert: "Bei Hindernissen für eine Injektion
(z. B. Spritzenphobie, Gerinnungsstörungen) sollte präferenziell LAIV verwendet werden.“ (EpidBull 34/2017, 340)

Zu beachten ist aber, dass der dieser Lebendimpfstoff bei eingeschränkter Immunfunktion aufgrund von Erkrankungen oder infolge einer immunsupressiven Therapie kontraindiziert ist.
Dr. Josef Weismüller, Koblenz, schreibt dazu im Bauchredner 4 /2011: Nach wie vor gilt, dass Impfungen mit Lebendimpfstoffen (Mumps, Masern, Röteln, Windpocken, Gelbfieber) während einer laufenden immunsuppressiven Therapie nicht durchgeführt werden dürfen! Begründet ist dies durch das Restrisiko, dass die bei der Impfung verabreichten abgeschwächten, aber lebenden Erreger unter Immunsuppression selbst eine Infektion auslösen könnten.“ (55)

Quellen:

Allgemein zur Influenza:

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Kann es bei einer Verabreichung von Impfstoffen, die unter Verwendung von Hühnereiern hergestellt wurden, zu einer Gefährdung durch Fipronil kommen?


Aviäre Influenza (Geflügelpest, "Vogelgrippe"): gefährlich für Menschen?

HPAIV: hoch-pathogene (stark krankmachende, HP) aviäre (lat. avus = "Vogel") Influenzaviren (AIV)

November 2016: Aufgrund der aktuellen Verbreitung von HPAIV H5N8 bei Wildvögeln in Polen, Ungarn, Schweiz, Österreich und Deutschland ist von einem hohen Eintragsrisiko durch direkte und indirekte Kontakte zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel auszugehen [...]. Es gibt Anhaltspunkte für eine Veränderung des Virus.
Bisher sind keine Fälle von HPAIV H5N8 Infektionen beim Menschen gemeldet. Verlässliche Aussagen zur Virulenz des Erregers für den Menschen sind derzeit noch nicht möglich, da sich das Virus verändert haben könnte. (FLI: Klassische Geflügelpest, 09. November 2016)

Aviäre Influenzaviren sind bisher nicht gut an den Menschen angepasst. Eine Übertragung kann erfolgen bei engem Kontakt zu infiziertem, erkranktem oder totem Geflügel oder zu mit Geflügelausscheidungen kontaminierter Umgebung. Der Verzehr ausreichend erhitzter bzw. durchgegarter Geflügelprodukte stellt keine Infektionsquelle dar. (RKI: RKI-Ratgeber Influenza, Stand: 19.05.2016)

Weitere Informationen:

Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit:

Robert-Koch-Institut:


Erstellt: 15.11.2016 Letzte Änderung: 24.01.2018

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