Impfen bei CED

Den verlässlichsten, durch Impfungen erreichbaren Infektionsschutz haben diejenigen CED-Patienten,
bei denen zuverlässig bereits im Kindes- und Jugendlichenalter alle sinnvollen Impfungen (nach STIKO-Impfkalender) durchgeführt wurden! (Weismüller in BR 4/2011)

Die Rate an Impfnebenwirkungen ist bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen nicht erhöht, auch ein erhöhtes Schubrisiko nach Impfungen, wie häufig befürchtet, ist nicht beschrieben. (Jordan in BR 4/2014)

10.08.2017

Die aktuelle Frage: Fipronil

Kann es bei einer Verabreichung von Impfstoffen, die unter Verwendung von Hühnereiern hergestellt wurden, zu einer Gefährdung durch Fipronil kommen?
Eier, die für die Anzucht von Influenza-Viren zur Produktion von Grippeimpfstoffen genutzt werden, stammen nicht aus den üblichen Hühnerbetrieben, in denen Eier für den Verzehr produziert werden. Es gibt spezielle Zuchtbetriebe, für die besondere Qualitätsanforderungen gelten und die entsprechend überwacht werden.
Nach der Anzucht der Viren werden diese aus den Hühnereiern isoliert und in mehreren Schritten aufgereinigt. Dieser aufwändige Reinigungsprozess ist so effektiv, dass höchstens noch Spuren von Hühnereiweiß im Impfstoff enthalten sind und auch andere mögliche Verunreinigungen dabei entfernt werden.

Quelle: Paul-Ehrlich-Institut. Belastung von Hühnereiern mit Fipronil – Informationen zu Influenza-Impfstoffen. Erstellt: 10.08.2017. www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/archiv-sicherheitsinformationen/2017/ablage2017/2017-08-10-informationen-fipronil-influenza-impfstoffe.html

Allgemein: Impfen unter Immunsuppression

Dr. med. Sabine Jordan, Dr. med. Dr. Fenna Veeltmann, Bauchredner 4/2014

Patienten unter Immunsuppressiva: Wichtige Punkte bei der Reise(vorbereitung)

Durch verbesserte Behandlungskonzepte hat sich die Lebensqualität von Patienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen in den letzten Jahren stetig verbessert. Hierdurch steigt bei vielen Patienten auch der Wunsch nach Reisen, insbesondere auch in exotische Regionen. Die meisten Reisewünsche sind umsetzbar, es gilt jedoch, insbesondere bei Patienten unter immunsupprimierender Therapie, einige wichtige Punkte bei der Reisevorbereitung und während der Reise zu beachten.

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Dr. med. Josef Weismüller, Bauchredner 4/2011

CED-Patienten unter immunsuppressiver Therapie: Infektionsschutz durch Impfungen

Bei CED-Patienten besteht krankheitstypisch eine Störung des Immunsystems. Diese ist sehr komplex und bisher im Einzelnen nicht detailliert aufgeschlüsselt. Es bestehen aber Störungen, die mit der Erkennung und Abwehr von Schadfaktoren einschließlich Erregern im Zusammenhang stehen und die unter anderem Zellen und Botenstoffe betreffen, die für die körpereigene Abwehr entscheidend sind (T-Lymphozyten; antigen-präsentierende Zellen; Zytokine). Die Folge ist unter anderem eine Beeinträchtigung der normalen köpereigenen Abwehrmechanismen gegen Infektionen. ...

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(Humane) Influenza: Grippeschutzimpfung bei CED


Aviäre Influenza (Geflügelpest, "Vogelgrippe"): gefährlich für Menschen?


Mehr zum Thema Impfungen und CED

Priv.-Doz. Dr. med. Niels Teich, Bauchredner 1/2011

Schweinegrippe-Impfung bei Patienten mit CED

Im Oktober 2009 wurde die German Inflammatory Bowel Disease Study Group (= GISG, deutsche CED-Studiengruppe) gegründet. Die Fragestellung des ersten gemeinsamen Forschungsprojekts war es, die Befolgung der offiziellen Impfempfehlung gegen die Schweinegrippe bei unseren CED-Patienten zu erfassen und die Ursachen von möglichen Impflücken zu untersuchen.

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Priv.-Doz. Dr. med. Niels Teich, Bauchredner 3/2010

Impfstand bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen - Ergebnisse aus Leipzig

Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED ) sind aufgrund ihrer Erkrankung, aber auch durch die häufig notwendige immunschwächende Therapie gefährdet, eine Infektionskrankheit zu bekommen. Einige bakterielle und virale Infektionskrankheiten können jedoch durch Impfungen vermieden werden. Es wird daher sowohl von der deutschen als auch von der europäischen wissenschaftlichen Fachgesellschaft eine Erhebung und Vervollständigung des Impfstands bei allen Patienten mit CED gefordert. ...

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Dr. med. Carsten Posovszky, Bauchredner 4/2015

Ludwig-Demling-Forschungspreis 2015 (2)

Den gordischen Knoten lösen – sicher Impfen beim immunsupprimierten Kind

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18.07.2016

Magen-Darm-Ärzte empfehlen Hepatitis A-Impfung

„Die Hepatitis A gehört zu den häufigen unerwünschten Reisesouvenirs“, warnt der Leber-Experte Dr. Karl-Georg Simon vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. Die Krankheitserreger werden durch verunreinigtes Trinkwasser oder nicht adäquat zubereitete Lebensmittel übertragen. Bei gesunden Menschen heilt die Erkrankung zwar in der Regel nach einer Weile von selbst. Für ältere, gesundheitlich angeschlagene oder durch Begleiterkrankungen belastete Menschen kann die Infektion aber zum Risiko für die Gesundheit werden.
Die moderne Medizin bietet sehr effektive Therapien für die viralen Lebererkrankungen. Aber: „Wer seinen Urlaub in warmen Gefilden, zum Beispiel im Mittelmeerraum verbringt, sollte sich impfen lassen. Dafür ist es auch kurz vor der Reise nicht zu spät.“
(PM des Berufsverband der Niedergelassenen Gastroenterologen Deutschlands e.V. (bng) vom 18.07.2016)

Unter immunsuppressiver Therapie ist die Gefahr, sich eine Infektion bei einer Reise in ein Land mit epidemiologisch hohem Risiko zuzuziehen, deutlich erhöht. Die Hepatitis A-Impfung mit einem Totimpfstoff (können auch unter laufender immunsuppressiver Therapie geimpft werden) ist bei Reisen in Regionen mit hohem Hepatitis A-Vorkommen und generell bei Leberbeteiligung (z.B. PSC) empfohlen (siehe auch Weismüller in BR 4/2011 (s.o.) und Jordan in BR 4/2014) (Red.)


24.09.2015

HPV-Impfung: kein erhöhtes Risiko für CED-Entstehung

Eine Kohortenstudie zur möglichen Assoziation von 14 verschiedenen Autoimmunerkrankungen mit der Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) hat ein signifikant erhöhtes Risiko nur für das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) ergeben. (Eine scheinbare leichte Erhöhung des Risikos für entzündliche Darmerkrankungen konnten die Forscher im Weiteren als einen Zufallseffekt erklären.) Das hat die französische Zulassungsbehörde ANSM vermeldet, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM, Bonn) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI, Langen) am 24.09.205 im BULLETIN ZUR ARZNEIMITTELSICHERHEIT 3/2015, S.39, berichteten.


Grippe-Medikamente: teuer und nutzlos?

Mehr zur Diskussion um einen Cochrane Review im Sommer 2014 hier.


Erstellt: 25.03.2014 Letzte Änderung: 24.01.2018

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