Leitlinie aktualisiert

Diagnostik und Therapie der Colitis ulcerosa

18.05.2018

Im Mai 2018 wurde die aktualisierte S3-Leitlinie – Colitis ulcerosa auf der DGVS-Homepage und auf der AWMF-Homepage online gestellt und wird demnächst auch in der Zeitschrift für Gastroenterologie erscheinen. Zuvor hatten die die Leitlinienarbeit koordinierende Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und die anderen beteiligten Fachgesellschaften die finale Version der unter Federführung der Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankrankheiten (DGVS) entstandenen Leitlinie akzeptiert. Neben Vertretern der medizinischen Fachgesellschaften waren auch Patientenvertreter der DCCV an der Erstellung beteiligt.

In Deutschland sind etwa 150.000 Einwohner an einer Colitis ulcerosa (Cu) erkrankt. Für die meisten Patienten beginnt die Erkrankung während der Schulzeit oder der Berufsausbildung und dauert während des gesamten Lebens an. Neben dem persönlichen Leiden verursacht die Erkrankung beträchtliche Kosten für die Gesellschaft. Viele Patienten erhalten jedoch nach wie vor keine adäquate Therapie. Die Aktualisierung der zuletzt 2011 überarbeiteten Leitlinie wird von den beteiligten Fachgesellschaften daher als besonders wichtig erachtet.

Die Leitlinie richtet sich an alle an der Diagnostik und Therapie beteiligten Berufsgruppen (Allgemeinmediziner, Internisten, Kinder- und Jugendmediziner, Chirurgen, Gastroenterologen, Pathologen, Fachassistenz CED) sowie Betroffene und Angehörige und Leistungserbringer (Krankenkassen, Rentenversicherungsträger).

Was nun noch fehlt ist eine englische Übersetzung der Leitlinie, an der momentan gearbeitet wird sowie eine Kurzfassung der Leitlinie und eine Patientenversion, die in den kommenden Wochen vorbereitet werden sollen.

Nach der Leitlinie ist vor der Leitlinie. Innovationen in der Diagnostik und Therapie der Colitis ulcerosa werden sich auch in den kommenden Jahren ergeben. Im Sinne der geplanten „Living Guideline“ soll die Leitlinie immer auf einem aktuellen Stand gehalten werden und neue Aspekte möglichst rasch implementiert werden. (TWH)

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  • Informationen zu angebotenen Materialien geben,
  • über Verfahren in der Diagnostik und Therapie informieren,
  • im Umgang mit Problemen und Belastungen unterstützen, die sich durch die Erkrankung ergeben (z.B. familiäre, partnerschaftliche, körperliche und seelische Beeinträchtigungen),
  • Kontaktmöglichkeiten zum Austausch mit Betroffenen nennen, sowie
  • gemeinsam nächste Schritte finden.

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