Pressemitteilung: World IBD Day – Betroffenenverband DCCV fordert zugängliche WCs auch in Pandemielage

Am 19. Mai 2021 ist World IBD Day bzw. Welt-CED-Tag. CED steht für chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Die wohl verbreitetsten Formen sind Morbus Crohn und Colitis ulcerosa mit deutschlandweit mehr als 400.000 Betroffenen. Beide Erkrankungen äußern sich oft in einer erhöhten Stuhlfrequenz und Durchfällen. Für eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sind Betroffene deshalb auf gut erreichbare öffentliche Toiletten angewiesen. Der Euro-WC-Schlüssel und die DCCV-Berechtigungskarte können helfen.

18.05.2021

Zum World IBD Day am 19. Mai 2021 macht die DCCV auf die oft schwierige Versorgungslage hinsichtlich öffentlich zugänglicher Toiletten aufmerksam. Diese Situation hat sich durch die Corona-Krise nochmals verschärft. Die Gastronomie ist weitestgehend geschlossen. Rathäuser und Läden schränken den öffentlichen Zugang zu ihren WCs nahezu komplett ein. Die daraus resultierenden Notlagen von Betroffenen kann man zahlreichen Medienberichten entnehmen.

„Das ist ein großes Problem für die Menschen mit CED. Viele sind deshalb noch mehr an ihr Zuhause gebunden – eine echte Einschränkung der Lebensqualität. Wir fordern, dass diese Not – gerade jetzt in der Pandemielage – besser berücksichtigt wird“, so Thomas Leyhe, Vorsitzender der Deutschen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) e. V., der selbst von einer CED betroffen ist.

Auch zu Nicht-Corona-Zeiten ist es für Menschen mit CED schwierig in vollem Umfang am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ob Shopping oder Konzertbesuch – für viele CEDler undenkbar. Es droht die soziale Isolation, wenn Betroffene sich gar nicht mehr hinaus wagen. Andere planen ihre Wege ganz genau mit Hilfe von Toiletten-Apps oder WC-Wegweisern. Umso schlimmer, wenn diese dann geschlossen sind.

Tipp: Euro-WC-Schlüssel für DCCV-Mitglieder

Unter normalen Umständen kann der Euro-WC-Schlüssel Erleichterung bringen, der europaweit den freien Zugang zu insgesamt etwa 12.000 behindertengerechten öffentlichen Toiletten ermöglicht. Zum Kreis der Berechtigten zählen auch Menschen mit CED. Betroffene DCCV-Mitglieder erhalten den Universal-Schlüssel gegen eine Gebühr von 23,00 Euro auch ohne weitere Nachweise im DCCV-Shop: https://www.dccv.de/die-dccv/shop/lebensqualitaet-psyche/.

Euro-WC-Berechtigungskarte der DCCV hilft bei Diskussionen und Warteschlangen

„Will ich als Betroffener in einer Notsituation schnell eine behindertengerechte Toilette erreichen, werde ich häufig gefragt, wo ich denn den Schlüssel herbekommen habe, ich hätte doch gar keine Behinderung“, schildert Thomas Leyhe weiter. So hat er es persönlich schon erlebt. Eine unangenehme Situation: Nicht jeder will sich und seine Krankheit outen und womöglich noch vor Publikum erklären. Hier hilft die Berechtigungskarte der DCCV, der Inhaber*innen legitimiert, Namen, eine fortlaufende Nummer aber keine Diagnose enthält. Jedes Mitglied der DCCV kann diese Karte bekommen, eine kurze Mail an info(at)dccv.de mit der Bitte um Zusendung genügt. Wer die Karte bei langen Schlangen vor Toiletten vorzeigt kann das Verständnis für das dringende Bedürfnis erhöhen und Diskussionen vermeiden.

Die Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) e. V.

Die Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) e. V. ist der Selbsthilfeverband für die über 400.000 Menschen mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED) in Deutschland. Ihre zentralen Aufgaben sind die persönliche Beratung, das Vermitteln von umfangreichen, verständlichen Informationen zum Leben mit CED, die Vertretung der Interessen der über 22.000 Mitglieder in Politik und Öffentlichkeit sowie die Unterstützung bei sozialrechtlichen Fragen inklusive eines umfassenden Rechtsschutzes für ordentliche Mitglieder vor deutschen Sozialgerichten. www.dccv.de

Pressekontakt

Marika Vetter
Referentin Öffentlichkeitsarbeit und Medien
Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung e. V.
Inselstr. 1
10179 Berlin
Tel.: +49 (0)30 2000 392 - 30,
E-Mail: presse(at)dccv.de
Internet: www.dccv.de

Beratung

in der Bundesgeschäftsstelle, Telefon 030 2000392 - 11.

Was wir tun können in unserer Beratung:

  • zuhören und Orientierungshilfen geben,
  • Informationen zu angebotenen Materialien geben,
  • über Verfahren in der Diagnostik und Therapie informieren,
  • im Umgang mit Problemen und Belastungen unterstützen, die sich durch die Erkrankung ergeben (z.B. familiäre, partnerschaftliche, körperliche und seelische Beeinträchtigungen),
  • Kontaktmöglichkeiten zum Austausch mit Betroffenen nennen, sowie
  • gemeinsam nächste Schritte finden.

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