RKI-Bericht zur Grippesaison 2012/13: Die Impfquoten sind in allen genannten Gruppen zu niedrig

Die Grippewelle der Saison 2012/2013 hat mit 19 Wochen überdurchschnittlich lange angehalten. Dies geht aus dem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Epidemiologie der Influenza in Deutschland hervor.

30.09.2013

Demnach führte die Krankheit vergangenen Winter zu geschätzten 7,7 Millionen Arztbesuchen, nur in der Saison 2004/2005 war diese Zahl höher. Die Zahl der Krankschreibungen erreichte mit geschätzten 3,4 Millionen Personen zwischen 15 und 59 Jahren den höchsten Wert in den letzten zehn Jahren.

Grippewellen verlaufen unterschiedlich

„Das erinnert daran, wie unterschiedlich Grippewellen verlaufen können und dass der Verlauf nicht vorhersagbar ist. Die Schutzmöglichkeiten durch Impfung und Hygiene sollten immer genutzt werden“, sagt Reinhard Burger, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) in einer der gemeinsamen Pressemitteilung der BZgA mit dem RKI und PEI vom 17.09.2013 anlässlich der Veröffentlichung. Der Bericht wird vom RKI erstellt, das das Influenzageschehen mit der Arbeitsgemeinschaft Influenza umfassend überwacht und auswertet.

Höheres Erkrankungsrisiko

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippeschutzimpfung Personen mit höherem Erkrankungs- oder Komplikationsrisiko. Das sind Ältere ab 60 Jahre, Personen mit Grundkrankheiten wie Diabetes oder Asthma, Schwangere, medizinisches Personal und alle Betreuer von Risikopatienten. Die Impfquoten sind in allen genannten Gruppen zu niedrig.
 
Zeitraum

Der beste Zeitraum für die Impfung gegen Grippe ist Oktober und November. Eine Impfung kann aber auch später nachgeholt werden, selbst zu Beginn und im Verlauf der Grippewelle. Allerdings steigt dann das Risiko, dass man sich infizieren könnte, bevor der Impfschutz aufgebaut ist.

Ausreichend Dosen?

„Bislang wurde [… die Freigabe] bereits für mehr als 10 Millionen Dosen Influenza-Impfstoff erteilt und läuft kontinuierlich weiter“, sagt Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich Instituts (PEI). „Wir sind also gut auf die beginnende Impfsaison vorbereitet“, so Cichutek weiter.

„Um Bürgerinnen und Bürger bei ihrer Entscheidung zu unterstützen und sie zur Grippeschutzimpfung zu motivieren, bietet die BZgA auch über www.impfen-info.de ausführliche Informationen und interaktive Angebote wie Impf-Checks an“, sagt Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA.

Lebendimpfstoffe für Kinder mit CED?

Neben den inaktivierten saisonalen Impfstoffen steht in dieser Saison für Kinder ab zwei Jahren und Jugendliche bis 18 Jahre ein abgeschwächter Lebendimpfstoff zur Verfügung, der als Nasenspray verabreicht wird: Zur Problematik von Lebendimpfstoffen bei immunsupprimierten Patienten siehe Dr. med. Josef Weismüller, „CED-Patienten unter immunsuppressiver Therapie: Infektionsschutz durch Impfungen“ in Bauchredner 4/2011 und http://www.dccv.de/crohn-colitis/leben-mit-ced/impfen. Sprechen Sie mit Ihrem auf Ihre CED spezialisierten Arzt.

 

Weitere Informationen:

Zur Impfung bei CED/unter Immunsuppression siehe http://www.dccv.de/crohn-colitis/leben-mit-ced/impfen

Allgemeine Informationen zur Impfung: www.rki.de/influenza www.impfen-info.de www.pei.de/influenza-impfstoffe

Die gemeinsame Pressemitteilung der BZgA mit dem RKI und PEI finden Sie hier:
www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/19-wochen-grippe-vorbeugen-vor-der-neuen-grippewelle/

Den Bericht des RKI finden Sie hier:
www.rki.de/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/AGI_Saisonbericht_12_13.pdf?__blob=publicationFile

 

Die DCCV ist die Patienten-Selbsthilfeorganisation für Menschen, die von einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED) wie einem Morbus Crohn oder einer Colitis ulcerosa – über 320.000 allein in Deutschland – bzw. einer Primär sklerosierenden Cholangitis (PSC)  betroffen sind. Der Verband bietet Beratung und Information rund um ein Leben mit CED, unterstützt bei sozialrechtlichen Problemen bis hin zum Sozialrechtschutz, fördert die Forschung und vertritt die Interessen seiner Mitglieder in Politik und Öffentlichkeit.

 

von: PM von BZgA, RKI und PEI vom 17.09.2013, erweitert von TH

Beratung

in der Bundesgeschäftsstelle, Telefon 030 2000392 - 11.

Was wir tun können in unserer Beratung:

  • zuhören und Orientierungshilfen geben,
  • Informationen zu angebotenen Materialien geben,
  • über Verfahren in der Diagnostik und Therapie informieren,
  • im Umgang mit Problemen und Belastungen unterstützen, die sich durch die Erkrankung ergeben (z.B. familiäre, partnerschaftliche, körperliche und seelische Beeinträchtigungen),
  • Kontaktmöglichkeiten zum Austausch mit Betroffenen nennen, sowie
  • gemeinsam nächste Schritte finden.

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