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Start des Projektes selbsthilfefreundliche Arzt- und Therapeutenpraxen für die Region Leipzig

Unter Moderation der SKIS Leipzig (Selbsthilfekontakt- und –informationsstelle Leipzig) wurde  nach Anregung durch die Selbsthilfe in Leipzig, insbesondere durch Herrn Vogt Sprecher der Gruppe Morbus Bechterew, im Jahr 2010 das Projekt selbsthilfefreundliche Arzt- und Therapeutenpraxen auf den Weg gebracht.

Für Arzt- und Therapeutenpraxen ist Qualitätsmanagement ein wichtiges Thema. Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung stellen wichtige Qualitätsmerkmale dar.

In Anlehnung an das bayerische Pilotprojekt besteht bei der SKIS Leipzig deshalb der Wunsch, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie Therapeutinnen und Therapeuten in Leipzig und Umgebung dabei zu unterstützen, Selbsthilfefreundlichkeit breiter als Qualitätsmerkmal der Praxen zu implementieren.

Mit diesem Projekt sollen Hinweise gegeben werden, wie die Kooperation mit Selbsthilfegruppen und Verbänden weiter verbessert werden kann. 

Insbesondere gezielte Fortbildungen, Informationsmaterialien und –veranstaltungen zum Thema Selbsthilfe sollen Haus- und Fachärzt(inn)en sowie Therapeut(inn)en bei der Umsetzung der Patientenorientierung in ihren Praxen behilflich sein.

Als wichtiger Partner dieses Ansinnens konnte die Ärztekammer Leipzig gewonnen werden. So war der Geschäftsführer Herr Dr. Cebulla in der von der SKIS geleiteten Projektgruppe zu Gast. Es wurden beispielsweise Möglichkeiten der zertifizierten Fortbildung diskutiert. Mögliche Unterstützungsangebote wurden durch Herrn Dr. Cebulla unterbreitet, so z.B. die Bekanntmachung des Themas beim gesundheitspolitischem Stammtisch. 

Aber auch die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen, vertreten durch den Geschäftsführer der Bezirksgeschäftsstelle Leipzig Herrn Gerlich, bekundete ihr Interesse an der Unterstützung des Projektes. 

Bisher wurden monatliche Tagungen der Projektgruppe durchgeführt, welche derzeit aus sechs Mitgliedern aus verschiedenen Bereichen der Selbsthilfe besteht (auch wir als Landesverband der DCCV e.V. sind vertreten) und von Frau Klass als Leiterin der SKIS moderiert wird.

Eine Delegierte der Projektgruppe nahm aktiv an der Ideenwerkstatt „Neue Rezepte zum gegenseitigen Nutzen – Selbsthilfe, Ärzte und Psychotherapeuten tauschen sich aus“ am 10. November 2010 in Regensburg teil. 

Ein erstes Seminar vor Ort fand am 22. November 2010 zum 3. Leipziger Selbsthilfe – und Angehörigentag unter dem Motto „Selbsthilfe und Arztpraxis in Kooperation –Organisation und Umsetzung und Praxisbeispiele eines erfolgreichen Modellprojektes“ statt. Als Moderator fungierte Herr Michael Stahn, Fachreferent Patientenorientierung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern.  

Eine Erweiterung des Projektes auf die Berufsgruppe der Therapeuten wurde Anfang des Jahres 2011 von der Projektgruppe beschlossen. Von Deutschen Verband der Ergotherapeuten e.V. und vom VDOe Verband der Oecotrophologen e.V. wurde schon grundsätzliches Interesse am Projekt signalisiert.

Arbeitsschwerpunkte für dieses Jahr sind:

  • Eruierung des Standes bei Selbsthilfegruppen und –verbänden, Ärzten und Therapeuten
  • Information und Öffentlichkeitsarbeit
  • Finanzierung
  • Fortbildung von Ärzt(inn)en, Therapeut(inn)en und Praxisteams
  • Selbsthilfefreundlichkeit im Studium
  • Koordinierungsstelle  Selbsthilfefreundlichkeit 
  • Begleitung durch wissenschaftlichen resp. ärztlichen Beirat
  • Kooperationspartner und Multiplikatoren
  • Erarbeitung eines langfristigen Konzeptes 
  • Ausdehnung des Projektes auf Sachsen oder sogar Mitteldeutschland in langfristiger Perspektive

Weitere Interessenten oder Unterstützer des Projektes melden sich gern bei Elke Bühligen (mailebuehligen(at)dccv.de).