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Welche alternativen Therapiemöglichkeiten gibt es für Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen?
Welche alternativen Therapiemöglichkeiten gibt es für Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen?
Unter den Patienten ist die Anwendung unkonventioneller Therapieverfahren weit verbreitet, 30-70 Prozent aller Betroffenen haben damit Erfahrungen gesammelt. Aus Unzufriedenheit über die schulmedizinische Behandlung oder unzureichende Erfolge der Therapie oder um jede Behandlungsmöglichkeit zu nutzen, wird Hilfe außerhalb der wissenschaftlich fundierten Medizin gesucht. Überwiegend wird die alternative Behandlungsform parallel zur schulmedizinischen Behandlung gesucht, so dass von zusätzlicher (komplementärer) Therapie gesprochen werden kann.
Die in Deutschland am weitesten verbreitete unkonventionelle Therapiemethode stellt die Homöopathie dar. Hier wird der Mensch in seiner Gesamtheit betrachtet und Krankheitssymptome sind Ausdruck einer inneren „Unordnung“. Der Körper soll durch die Behandlung zur Selbstheilung gebracht werden.
Zu den komplementären Therapieverfahren gehören weiterhin die Ayurvedische Medizin. In der Ayurvedischen Medizin gilt es, die „Harmonie zwischen dem Einzelnen und dem Universum“ zu erreichen. Bekanntestes Heilmittel ist Sallaki® H15® (Boswellia serrata, indischer Weihrauch, siehe 4.7.), dem entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden.
Weiterhin werden die traditionelle chinesische Medizin (TCM) mit dem Körper als Mikrokosmos und die anthroposophische Medizin unter Einbeziehung von Geist und Seele zu den alternativen bzw. komplementären Therapieverfahren gerechnet.
Auch Ordnungstherapien mit dem Ziel, den Lebensstil zu verändern, finden zunehmend Verbreitung.
Im Idealfall sollten Schulmedizin und komplementäre Therapieverfahren ergänzend und in gegenseitiger Absprache von Arzt und Patient eingesetzt werden.







