So viel wie ein Arzt...

- Blick in ein APS der DCCV 2005 in Köln
... wollen manche Betroffene über ihre Krankheit wissen. Andere sind damit zufrieden, ab und an mal etwas nachzulesen, dass sie genauer wissen möchten, oder in der Erklärung des Arztes nicht verstanden haben.
Werkzeug notwendig
Damit Sie sich im gewünschten Umfang informieren können, haben wir Ihnen nicht nur medizinische Informationen zusammengestellt, sondern auch zwei Werkzeuge bereitgestellt, mit denen Sie sich die medizinischen Informationen erarbeiten können: In der
FAQ-Liste (frequently asked questions, häufig gestellte Fragen) finden Sie Grundlegendes erklärt. Im
medizinischen Wörterbuch finden Sie die Erklärung einzelner medizinischer Begriffe.
Sicher ist Ihnen schon aufgefallen, dass einige medizinische Begriffe im Text auch erklärt werden, wenn Sie mit der Maus darüberfahren. Sie erkennen das an der etwas dünneren Schrift und den Punkten unter dem Wort, wie hier im folgenden Beispiel zu sehen: Diarrhöe.
Zur aktuellen Häufung von EHEC-Infektionen Mai 2011
24.05.2011: Auch CED-Betroffene sollten die
generellen Empfehlungen zur Vermeidung lebensmittelbedingter Infektionen beachten.
Unter Immunsuppression ist besonders auf mögliche, zusätzlich zur CED auftretende
Krankheitszeichen einer Infektion zu achten.
Mehr zu
EHEC und HUS (RKI), zu
Infektionen bei Patienten mit CED (s.u.) und zu aktuellen
Reaktionen von Betroffenen.
10.06.2011: Bei EHEC-Verdacht keine Selbstmedikation
Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (
AMK) rät: "Patienten mit blutigem Durchfall sollten sofort einen Arzt aufsuchen. […] Soweit wir bislang wissen, sind […] Mittel gegen Durchfall bei EHEC unwirksam. […] Motilitätshemmer wie Loperamid verlängern die Darmpassagezeit und können so die Aufnahme der Giftstoffe in den Körper fördern, die diese E. coli-Bakterien produzieren."
Mehr…

- Infektionen bei Patienten mit CED
Dr. med. Hans-Jörg Epple, Bauchredner: 1/2011CED-Patienten weisen ein gegenüber der Normalbevölkerung erhöhtes Risiko für Infektionen auf als Folge der Erkrankung (z.B. Abszesse) wie als Folge einer das Immunsystem unterdrückenden Therapie. Vor der Therapie sollten deswegen die Schutzimpfungen aufgefrischt werden (die jährliche Grippeimpfung nicht vergessen!) und der Betroffene auf im Körper bereits vorhandene, aber ohne Immunsuppression inaktive Erreger (Hepatitis B und C, HIV, Tuberkulose) untersucht werden. Unter der Immunsuppression ist besonders auf mögliche, zusätzlich zur CED auftretende Krankheitszeichen einer Infektion zu achten.
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10.06.2010: Kieler Biobank für CED-Forschung unterstützt EHEC-Aufklärung
Um die komplexen Ursachen von Krankheiten aufklären zu können, ist es in vielen Fällen notwendig, eine große Anzahl von Personen über lange Zeitraume hinweg immer wieder auf ihren Gesundheitszustand hin zu untersuchen und zwischenzeitliche Umweltexpositionen zu dokumentieren. Biobanken verfolgen genau dieses Ziel, indem sie eine Sammlung von Daten (z.B. über Krankheitsverläufe) und zugehörigen Proben biologischen Materials (DNA, Blut, Tumorgewebe etc.) aufbauen.
Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK S-H) in Kiel suchen Forscher nun durch den Vergleich von Proben EHEC-Infizierter mit dem Bestand der Biobank popgen nach Dispositionen für schwere Verläufe von EHEC-Infektionen und dem Risikoprofil für das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS). Am Aufbau dieser Biobank waren auch DCCV-Mitglieder beteiligt. Das Material der Biobank wurde bislang u.a. genutzt, um die genetischen Ursachen für Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Psoriasis und Sarkoidose zu erforschen (siehe Bauchrender 3/2008). Mehr darüber im
Deutschen Ärzteblatt... (Nicola Siegmund-Schultze, "Schwer verlaufende EHEC-Infektionen: Suche nach Risikoprofil für HUS". Dtsch Arztebl 2011; 108(23): A-1306 / B-1089 / C-1089.)

- Gene als Risikofaktoren für erbliche Krankheiten
Dr. rer. medic. Michael Nothnagel, Bauchredner: 3/2008Gene enthalten die Informationen für den Bau der Proteine (Eiweiße), die in den Zellen verschiedene wichtige Aufgaben erfüllen. Die Kopien der Gene unterscheiden sich leicht, ohne dass daraus unbedingt ein Schaden entstehen muss. Einige Varianten sind aber häufiger bei Menschen mit bestimmten Erkrankungen, das Vorhandensein dieser Varianten lässt auf ein Risiko für die Erkrankung schließen. Bei sogenannten „komplexen Erkrankungen“ (und die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen gehören dazu) reicht es nicht, wenn Veränderungen bei einer Vielzahl von Genen mit unterschiedlichen Umweltfaktoren zusammen, wobei sich genetisch und nicht-genetische Faktoren gegenseitig verstärken abschwächen oder ergänzen können. Zur Untersuchung der tatsächlichen Ursachenkombination solcher komplexen, „polygenen“ Erkrankungen sind Untersuchungen vieler Personen und ihres genetischen Materials über längere Zeiträume nötig.
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Seite aktualisiert am 10.06.2011 von TH.







