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Können Frauen und Männer mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Kinder bekommen?

Diese Frage ist zunächst einmal generell mit "ja" zu beantworten. Es gibt jedoch einige grundsätzliche Dinge, die bei der Planung einer Schwangerschaft beachtet werden sollten. Nach Möglichkeit sollte eine Schwangerschaft in einer Ruhephase der Erkrankung geplant werden, da in dieser Situation die Fruchtbarkeit unbeeinträchtigt ist und sich der Schwangerschaftsverlauf nicht wesentlich vom Schwangerschaftsverlauf völlig gesunder Menschen unterscheidet.

Die medikamentöse Therapie bei Schwangeren mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen stellt ein besonderes Problem dar. Über die Probleme mit einigen Medikamenten sollte unbedingt vor der geplanten Schwangerschaft mit dem behandelnden Arzt gesprochen werden!

Mehr Informationen im Bauchredner 3/2011: Famlilienplanung und CED

  • Bekommt mein Kind CED?
    Priv.-Doz. Dr. med. Tanja Kühbacher, Prof. Dr. med. Stefan Schreiber, Bauchredner: 3/2011

    Eine genetische Veranlagung gilt neben Umweltfaktoren und einer Störung des Immunsystems und der mikrobiellen Darmflora als ein zentraler Faktor in der Entstehung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen. Das Risiko der Entstehung einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung für ein Kind ist erhöht, wenn ein Elternteil oder beide betroffen sind.

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  • Kann ich mit CED schwanger werden oder ein Kind zeugen?
    Priv.-Doz. Dr. med. Christian Maaser, Bauchredner: 3/2011

    Im Prinzip können und dürfen Sie mit CED schwanger werden oder ein Kind zeugen. Es gibt aber einige Punkte, die zuvor zu bedenken sind: die Krankheitsaktivität, eventuell nötige Operationen und die aktuelle Medikation. Gelegentlich muss der Zeitpunkt der Schwangerschaft etwas geplant werden. Darum ist es sinnvoll, einen Kinderwunsch möglichst vorab mit dem CED-Arzt zu besprechen, um optimale Voraussetzungen für Mutter und Kind zu erreichen.

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  • Wann ist ein günstiger Zeitpunkt gekommen, um schwanger zu werden?
    Priv.-Doz. Dr. med. Niels Teich, Bauchredner: 3/2011

    Die meisten Patientinnen mit CED werden – wie auch Frauen ohne chronische Erkrankung – „ungeplant“ schwanger und die Nachricht stellt nicht selten eine gewisse Überraschung dar. Viele Frauen wünschen sich aber im Vorfeld einer gewünschten Schwangerschaft genaue Informationen, wann und unter welchen Umständen der beste Zeitpunkt gekommen ist, um „geplant“ schwanger zu werden. Es ist in jedem Fall sinnvoll, neben dem Frauenarzt auch frühzeitig den Gastroenterologen anzusprechen, um auch für Kinderwunsch und Schwangerschaft ein individuelles therapeutisches Konzept zu entwickeln.

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  • Schwangerschaft und chronisch entzündliche Darmerkrankungen – welche Medikamente sind erlaubt
    Prof. Dr. med. Andreas Sturm, Bauchredner: 3/2011

    CED-Patientinnen sind häufig erheblich verunsichert, wenn sie trotz der Schwangerschaft medikamentös behandelt werden sollen, auch wenn die meisten für die Behandlung eingesetzten Medikamente während der Schwangerschaft und Stillzeit komplikations- und folgenlos eingenommen werden können. Beipackzettel oder die Roten Liste vermerken häufig, dass Arzneimittel während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht verwendet werden dürfen. Die Patientinnen, ihre Angehörigen, aber auch viele Ärzte und Apotheker beurteilen daher eine Behandlung mit Medikamenten während der Schwangerschaft als problematisch und raten, oft fälschlicherweise, zum Absetzen. In den meisten Fällen führt jedoch nicht die Medikation, sondern eine gesteigerte entzündliche Aktivität zu Problemen.

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  • Komplikationen in der Schwangerschaft – Häufigkeit, Schub, Abszess
    Priv.-Doz. Dr. med. Carsten Büning, Bauchredner: 3/2011

    In den letzten Jahren hat sich ein enormer Zugewinn an Informationen hinsichtlich der Behandlung möglicher Komplikationen während der Schwangerschaft ergeben, so dass Schwangerschaften bei CED-Patientinnen im Regelfall unkompliziert verlaufen. Neben Fragen zu den Risiken für das Kind wollen die Betroffenen natürlich wissen, wie die Schwangerschaft die eigene Krankheitsaktivität beeinflusst. Darüberhinaus sind Komplikationen in der Schwangerschaft ein wichtiger Risikofaktor für das Auftreten von Fehl- und Frühgeburten. Dieser Artikel befasst sich mit den wichtigsten Fragen zu Art, Häufigkeit und Management von Komplikationen.

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  • Jetzt geht gar nichts mehr – oder? Diagnostische Möglichkeiten bei CED in der Schwangerschaft
    Dr. med Jörg Felber, Prof. Dr. med. Andreas Stallmach, Bauchredner: 3/2011

    Die mit Diagnoseverfahren verbundenen möglichen Risiken und Ängste sind häufig Grund für Verunsicherung bei betroffenen Frauen, ihren Angehörigen, aber auch bei Ärzten. Auch während der Schwangerschaft muss, ohne dabei ein unvertretbar hohes Risiko für die werdende Mutter und das Ungeborene einzugehen, die bestmögliche Diagnostik für eine optimale Therapie der CED erfolgen. Die erste und in den meisten Fällen ausreichende Untersuchung während der Schwangerschaft stellt die Sonographie in der Hand des erfahrenen Untersuchers dar. Insgesamt müssen alle Untersuchungen, die zur Einleitung einer Therapie notwendig sind, durchgeführt werden; wie bei nicht Schwangeren ist alles Entbehrliche zu unterlassen.

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  • Stillen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
    Prof. Dr. med. Axel Dignaß, Bauchredner: 3/2011

    Nach der erfolgreichen Schwangerschaft stellt sich in der Regel die Frage nach dem Stillen des Neugeborenen. Wegen der erwiesenen Vorteile des Stillens sollte generell zwischen den betreuenden Gastroenterologen, Gynäkologen, Kinderärzten und den betroffenen Patientinnen vor einer Entscheidung eine sorgfältige Abwägung der Vor- und Nachteile erfolgen. Aufgrund des hohen Sicherheitsbedürfnisses der betroffenen Patientinnen und der betreuenden Ärzte wird während der Schwangerschaft und Stillzeit ein sehr kritischer und zurückhaltender Einsatz von Medikamenten erfolgen. In der Regel werden diese nur verabreicht, wenn dies zwingend notwendig erscheint. Eine Beendigung von Medikamenten, die zur Remissionserhaltung notwendig sind, kann aber zu gehäuften Schüben während der Stillzeit führen. Welche Medikamente – nach aktuellem Forschungsstand – wie zu beurteilen sind, zeigt dieser Artikel.

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Schwangerschaft und PSC

  • PSC und Schwangerschaft
    Prof. Dr. med. Christoph Schramm, Dr. med. Björn Erik Wellge, Bauchredner: 3/2011

    Die Fruchtbarkeit scheint bei Patienten mit PSC nicht erniedrigt zu sein. In der bislang größten Studie zu schwangeren Patientinnen mit PSC zeigt sich, dass ein normaler Schwangerschaftsverlauf mit einer PSC-Erkrankung durchaus möglich ist, solange keine fortgeschrittene Leberzirrhose vorliegt. Im Vergleich zur Normalbevölkerung zeigten sich weder Beeinträchtigungen der kindlichen Entwicklung, noch schwerwiegende Komplikationen auf der Seite der Schwangeren. Aufgrund des individualisierten Vorgehens bei Schwangerschaften und PSC ist die Anbindung an einen entsprechend erfahrenen Arzt oder an ein Zentrum anzuraten.

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Zuletzt geändert am 13.1.2012 von TH (BR 3/2011).