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Beendet: Verbesserung der Azathioprin-/ 6-Mercaptopurin-Therapie

Sehr geehrte Patientin,
sehr geehrter Patient!

Sie leiden an einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung und werden oder wurden mit Azathioprin (Imurek, Aza-Falk, Zytrim) oder 6-Mercaptopurin (Purinethol) behandelt bzw. Ihr behandelnder Arzt möchte Sie mit Azathioprin behandeln? Oder haben Sie die Therapie mit Azathioprin abgebrochen, weil Sie unter unerwünschten Nebenwirkungen gelitten haben? Sind Sie der Meinung, dass es wichtig ist, Nebenwirkungen evtl. vorhersagen und damit vermeiden zu können? Dann würden wir Sie gerne für unsere Studie gewinnen!

Es gibt Hinweise darauf, dass die Ursache für eine Unverträglichkeit von Azathioprin/ 6-Mercaptopurin in der abgeschwächten Aktivität von 2 Enzymen mit den Namen TPMT und ITPA liegen kann. Beide Enzyme spielen eine Rolle beim Abbau von Azathioprin im Körper. Wir möchten gerne die Aktivität des Enzyms ITPA in Ihren roten Blutkörperchen messen und Sie befragen, wie Sie die Therapie mit Azathioprin vertragen. Bei einer verminderten Aktivität des Enzyms ITPA bitten wir um die Erlaubnis, molekularbiologisch zu prüfen, ob eine Veränderung im Erbgut dieses Enzyms vorliegt. Weitere genetische Untersuchungen werden nicht vorgenommen. Sollte die Aktivität des 2. Enzyms TPMT bei Ihnen nicht bekannt sein, werden wir diese in derselben Blutprobe mit messen.

Was wollen wir von Ihnen?

Eine einmalige Blutentnahme (2,7 ml) bei Ihrem Hausarzt sowie eine telephonische Befragung, ob Sie im Verlauf der Therapie mit Azathioprin an unerwünschten Nebenwirkungen gelitten haben oder leiden.

Birgt die Teilnahme an der Studie ein Risiko für Sie?

Nein, absolut nicht. Die Ethikkommission der Universität Tübingen hat ein positives Votum für die Studie abgegeben.

Haben Sie einen Nutzen von der Studie?

Wir bestimmen die Aktivität beider Enzyme in Ihrem Blut für Sie kostenlos und finden mit Ihrer Hilfe hoffentlich heraus, ob es einen Zusammenhang zwischen der Aktivität der Enzyme und bestimmten Unverträglichkeiten von Azathioprin gibt. So können wir vielleicht in naher Zukunft mit relativ einfachen Mitteln herausfinden, welche Patienten mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung von einer Therapie mit Azathioprin am besten profitieren.

Wer kann mitmachen?

Männer und nicht schwangere Frauen über 18 Jahre, die wegen einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung mit Azathioprin behandelt wurden oder werden. Auch Patienten, die wegen einer Azathioprin-Unverträglichkeit die Therapie abbrechen mussten. Nur mündige und geschäftsfähige Patienten nach schriftlicher Aufklärung und schriftlicher Zustimmung.

Gegenanzeigen sind: Schwere Infektionskrankheiten z.B. HIV, Tuberkulose, schwere Störung der Nieren-(Kreatinin >2 mg/dl),  Leber- oder Knochenmarksfunktion und eine chronische Pankreatitis. Bluttransfusionen innerhalb der letzten 3 Monate.

Interessiert?

Wenden Sie sich dann bitte an Frau J. Frank oder Frau Dr. Shipkova. Wir lassen Ihnen dann die erforderlichen Materialien zukommen.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. E. Wieland und Dr. Shipkova
Klinikum Stuttgart - Katharinenhospital
Zentralinstitut für Klinische Chemie
und Laboratoriumsmedizin
Kriegsbergstraße 60
70174 Stuttgart
Telefon: (0711) 278 4801
Fax (0711) 278 4809
E-Mail: undefinedA.Otterbach(at)Klinikum-Stuttgart.de

Prof. Dr. T. Andus und J. Frank
Klinik für allgemeine Innere Medizin,
Gastroenterologie und Hepatologie
Krankenhaus Bad Cannstatt,
Klinikum Stuttgart
Prießnitzweg 24
70374 Stuttgart
Telefon: (0711) 52052401
Fax: (0711) 5205360