Beratung - eine Hauptaufgabe der DCCV

- Neben ärztlichem Rat hilft auch
Erfahrungsaustausch von Betroffenen
Unterstützung durch Fachleute
Beratung der Betroffenen mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED) ist eine Hauptaufgabe der DCCV. Viele medizinische und die Gesundheit betreffende Fragen können nämlich nicht allein durch allgemeine Informationen über
Morbus Crohn,
Colitis ulcerosa oder die seltenere
Colitis indeterminata beantwortet werden. Gerade bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen gleicht kein Krankheitsverlauf dem anderen. Deshalb sind gründliche Untersuchungen durch einen in CED erfahrenen Fachmann - einschließlich ausführlicher und partnerschaftlicher Gespräche über die Vorgeschichte und den Verlauf der Erkrankung so wichtig. Wenn individuelle medizinische Ratschläge oder individuelle Behandlungsempfehlungen gefragt sind, sollten immer Ärzte oder andere medizinische Fachleute zu Rate gezogen werden.
Unterstützung in der Selbsthilfe
Neben der Beratung durch Fachleute kann der
Erfahrungsaustausch unter Betroffenen eine wichtige Stütze für die Bewältigung einer chronischen Darmerkrankung sein. Deshalb empfehlen auch die wissenschaftlichen Leitlinien für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa den betreuenden Ärzten, ihre Patienten auf Möglichkeiten der Unterstützung durch Selbsthilfegruppen hinzuweisen. In der Begegnung mit anderen Betroffenen erleben die Patientinnen und Patienten, dass sie mit ihren in der Öffentlichkeit wenig bekannten und oft tabuisierten Beschwerden nicht allein sind. So können Isolation überwunden und Hilfsangebote besser wahrgenommen werden. Studien aus der Selbsthilfeforschung legen nahe, dass z.B. Erfahrungsaustausch und die gegenseitige emotionale Unterstützung die Fähigkeit der Betroffenen stärken, selbst aktiv zur Förderung ihres Wohlbefindens beizutragen. Mit anderen Worten: Selbsthilfe tut gut!
Beratungsangebote der DCCV
Deshalb bietet die DCCV verschiedene Hilfestellungen für die Kontaktaufnahme zu Ärzten und anderen Fachleuten und für den Erfahrungsaustausch unter Betroffenen an.
- Die zentrale Beratungsstelle in der
Bundesgeschäftsstelle vermittelt Kontakt zu Ärzten und anderen Fachleuten in Ihrer Nähe, mit denen andere Betroffene gute Erfahrungen gesammelt haben. Auch Kontakte zu örtlichen Selbsthilfegruppen werden vermittelt. - Die Ansprechpartner in unseren
Landesverbänden - alle selbst an einer CED erkrankt - halten den Kontakt zu den CED-Fachleuten und Ansprechpartnern der Selbsthilfe in ihrer jeweiligen Region und können so ebenfalls gezielt geeignete Ärzte und Selbsthilfegruppen empfehlen. - Verschiedene
Arbeitskreise der DCCV befassen sich mit Fragen rund um besondere Krankheitssituationen oder Lebensabschnitte - so zu chirurgischen Fragen (
Pouch,
Stoma),
Ernährungsproblemen, zur
Begleiterkrankung PSC und zu Problemen betroffener
Kinder. Auch die Ansprechpartner dieser Arbeitskreise sind selbst erkrankt und bieten zu ihrem jeweiligen Themenkreis Erfahrungsaustausch und Kontakt zu Fachleuten an. - Speziell für Kinder und Jugendliche wird ein
Chat für Fragen zum Leben mit den Erkrankungen angeboten (mit finanzieller Unterstützung von Herzenssache. Die Kinderhilfsaktion von SWR und SR). - Vielleicht möchten Sie auch selbst recherchieren. Auf unseren Seiten finden Sie Adressen von
Rehabilitations-Kliniken, deren Angebote für CED-Patienten wir abgefragt haben. Auch nach örtlichen
Selbsthilfegruppen können Sie selbst suchen. - Neben medizinischen Anfragen hat die Beratung in sozialrechtlichen Problemen - z.B. wegen Fragen der Schwerbehinderung, der Bewilligung von Erwerbsminderungsrenten, der Kostenerstattung für Medikamente oder wegen Problemen am Arbeitsplatz - einen hohen Stellenwert in der Arbeit der DCCV. Hierfür stehen die Expertinnen und Experten unseres
Arbeitskreises Sozialrecht den DCCV-Mitgliedern zur Verfügung.
Nutzen Sie diese Angebote - und geben Sie uns bei Gelegenheit eine
Rückmeldung, ob wir Ihnen helfen konnten und wie wir unsere Beratung verbessern können.






