Selbsthilfe-Finanzen in der Diskussion
DCCV: Völlig andere Zahlen
Einnahmen und Ausgaben des Verbandes
Ein Artikel zum Finanzgebaren der Deutschen Parkinson Vereinigung im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" (3. Mai 2010) hat zu einer Diskussion über den Umgang mit Finanzen durch Selbsthilfe- und Patientenorganisationen geführt.
Die DCCV geht mit dem Geld Ihrer Mitglieder völlig anders um, als dies im Artikel über die Parkinson-Vereinigung berichtet wird.
Die DCCV hat 2009 etwa 1,5 Mio. Euro eingenommen. Zwei Drittel davon stammen aus Beiträgen der Mitglieder. Der Rest stammt vor allem aus Mitteln der Krankenkassenförderung und aus Projektförderungen der öffentlichen Hand. Aus Werbung in der Verbandszeitschrift und der Verpachtung von Standflächen stammen etwa 45.000 Euro. Aus Sponsoring von Pharmafirmen (ausschließlich für Veranstaltungen) stammen etwas mehr als 39.000 Euro, das sind 2,53 Prozent der Gesamteinnahmen.
Die DCCV hat 2009 ein Drittel, 33 Prozent, der Gesamtausgaben, genau 510.872,52 Euro für die Personalkosten der 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgegeben. Etwa zwei Drittel der Arbeitszeit des für die DCCV tätigen Personals in der Geschäftsstelle dienen der inhaltlichen Arbeit der DCCV: der Beratung der Betroffenen, der Vertretung in Politik und Selbstverwaltung, der Unterstützung der Ehrenamtlichen, etwa ein Drittel der Verwaltung des Verbandes. Alle Gehälter orientieren sich an vergleichbaren Aufgaben im öffentlichen Dienst.
Die Druckkosten für das Mitgliederjournal „Bauchredner“ und die Schriften der DCCV, die ebenfalls der Beratungsarbeit des Verbandes zuzurechnen sind, betrugen im vergangenen Jahr 238.715,98 Euro. Mit 15,41 Prozent der Ausgaben ist dies der zweitgrößte Ausgabeposten.
5,17 Prozent der Ausgaben, das sind etwas mehr als 80.000 Euro, entfielen auf die Raumkosten, also vor allem auf die Miete und Nebenkosten für die beiden Sitze der Bundesgeschäftsstelle. Die Kosten für Versicherungen - insbesondere für die Sozialrechtsschutz-Versicherung, aber auch für die Absicherung der ehrenamtlich Aktiven der DCCV gegen die Haftungsrisiken ihrer Tätigkeit - schlugen mit über 138.000 Euro oder 8,93 Prozent der Gesamtausgaben zu Buche.
Für Reisekosten von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Verbandes wurden etwa 111.000 Euro, für Telefon, Porto und Internetnutzung fast 98.000 Euro, also 6,97 bzw. 6,32 Prozent der Ausgaben aufgewendet. Die Kosten beider Bereiche entstehen als Begleitkosten von Beratung, Information und Kommunikation.







