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News vom: 21.04.2010 17:00 Uhr -

Von: BS

Bundesgesundheitsminister Rösler legt klares Bekenntnis zur Selbsthilfe ab

Foto: Julia Vogel

Ein deutliches Bekenntnis zur Arbeit der Selbsthilfe im Gesundheitswesen legte Bundesgesundheitsminister Dr. Philip Rösler anlässlich einer Tagung des Paritätischen Wohlfahrtverbandes in Köln ab. Er könne nicht im Detail schon jetzt sagen, wie ein kommendes Gesundheitssystem aussehe. "Aber ein freiheitliches System, wie ich es mir vorstelle, kann auf den mündigen Patienten nicht verzichten." Zur Stärkung dieser Mündigkeit komme es vor allem auf die Selbsthilfe an.
Dr. Eberhard Jüttner, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes, begrüßte das klare Bekenntnis des Ministers. Auch Jüttner betonte den Stellenwert der Selbsthilfe: "Neue Ideen zur Gestaltung des sozialen und demografischen Wandels umzusetzen wird nur unter Einbeziehung der Kompetenz der Selbsthilfe möglich sein."
Der Minister sagte die Fortführung der finanziellen Förderung von Selbsthilfe-Aktivitäten nach § 20 c SGB V auch in einem umgestalteten Gesundheitswesen zu.
Der Paritätische ist auf Bundesebene einer der Dachverbände der Selbsthilfe in Deutschland mit 110 bundesweit tätigen, gesundheitsbezogenen Selbsthilfeorganisationen. In ihren über 30.000 Selbsthilfegruppen engagieren sich rund 800.000 chronisch kranke und behinderte Menschen. Die Deutsche Morbus Crohn/Colitis Ulcerosa Vereinigung (DCCV) ist Mitglied im Paritätischen, der DCCV-Vorsitzende Ditmar Lümmen ist Mitglied im Verbandsrat des Paritätischen.